Montag, 5. Januar 2026

Geschlechtskrankheiten in Deutschland: Infektionen steigen – Resistenzen nehmen zu


Sexuell übertragbare Infektionen breiten sich in Deutschland seit Jahren deutlich aus – und Experten warnen, dass immer mehr Erreger gegen gängige Antibiotika resistent werden. Gesundheitsbehörden sprechen inzwischen von einem „stetig wachsenden Problem“, das längst alle Bevölkerungsgruppen betrifft.

Nach Angaben der Knappschaft und des STI‑Forschers Prof. Norbert Brockmeyer steigen die Fallzahlen von Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper) und Syphilis seit Jahren kontinuierlich an, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Besonders die Gonorrhoe bereitet Sorge: Das Robert Koch‑Institut dokumentiert eine zunehmend kritische Resistenzlage bei den Erregern in Deutschland.

„Früh erkannt sind diese Infektionen gut behandelbar – doch genau hier entsteht das neue Problem“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme. Immer mehr Gonokokken‑Stämme sprechen nicht mehr auf Standard‑Antibiotika an, was die Therapie erschwert und im schlimmsten Fall zu schweren Komplikationen führen kann.

Mediziner warnen, dass unbehandelte oder therapieresistente Infektionen dauerhafte Schäden verursachen können – darunter Unfruchtbarkeit, chronische Entzündungen oder systemische Infektionen. In seltenen Fällen kann eine fortgeschrittene Gonorrhoe sogar lebensbedrohlich werden.

Die Behörden fordern deshalb mehr Prävention, niedrigschwellige Testangebote und eine bessere Aufklärung, um die Ausbreitung einzudämmen. Denn klar ist:  
Geschlechtskrankheiten sind längst in Deutschland angekommen – und die zunehmenden Resistenzen machen sie gefährlicher als noch vor wenigen Jahren.

---

Quellen:
 Projekt #unverschaemt gegen STI‑Resistenzen – Knappschaft  
 MedEcon Ruhr – Bericht zu steigenden STI‑Zahlen und Resistenzen  
 RKI – Epidemiologie & Resistenzlage Gonorrhoe 2023/2024  
 RKI – Sexuell übertragbare Infektionen in Deutschland

Sonntag, 4. Januar 2026

Wenn Petrus den Regen für das (über)Leben sendet und der Mensch lieber Zerstörer spielt ...

... Und das ausgerechnet an den kleinsten und wehrlosesten überhaupt, und obendrauf Fürsprecher und regelrechte Verteidiger, die mit friedlichen Mitteln bessere Zustände schaffen, ausgerechnet diese sogar deutlich derber behandelt als regelrechte Kriminelle - um nicht inflationär Terroristen zu schreiben...

Während also die Weltgemeinschaft über Zuständigkeiten, Grenzen und politische Empfindlichkeiten diskutiert, bleibt eine unbequeme Frage im Raum stehen: Wie viele Chancen auf Würde, Sicherheit und schlichtes Überleben wurden in den letzten Monaten ungenutzt gelassen?

Es existierte ein konkretes, durchdachtes und logistisch realisierbares Projekt, das den Kindern Gazas (und ihren Müttern) einen sicheren, würdevollen Zufluchtsort hätte bieten können - entwickelt von jemandem, der sich nicht erst seit gestern nachhaltig für den Schutz der kleinsten einsetzt.
Ein Ort, der nicht nur Schutz versprach, sondern auch elementare Lebensqualität: Wasser, Hygiene, Ruhe, Struktur.  
Das Konzept sah unter anderem vor, an den Enden der Wadis im östlichen Sinai kleine Staumauern zu errichten – einfache, robuste Strukturen, die das seltene Süßwasser der Winterregen auffangen und speichern sollten.  

Genug, um zumindest die Morgenhygiene, das tägliche Minimum an Würde, zu sichern, was ein nicht unerheblicher Kostenfaktor ist mitten in der Wüste, selbst wenn das Meer in Sichtweite ist...
Genug, um aus einer kargen Landschaft einen Ort des Übergangs zu machen – nicht perfekt, aber menschlich und vor allem auch mit Pflanzen, die ja teils systematisch vernichtet werden im Krisengebiet nördlich davon...

Doch statt diese Chance zu nutzen, geschah: nichts.

Die Regenfälle kamen.  
Die Wadis füllten sich.  
Das Wasser rauschte ungebremst ins Meer – und mit ihm eine Möglichkeit, die heute schmerzhafter wirkt als je zuvor.

Und so drängt sich eine Frage auf, die niemand gern hört, die aber ausgesprochen werden muss:  
Rottet die Weltgemeinschaft die Bevölkerung Gazas durch Unterlassung aus?  
Eine Frage, wohlgemerkt – keine Anklage, sondern ein Spiegel.  
Ein Spiegel, der zeigt, wie viel Leid nicht aus bösem Willen entsteht, sondern aus kollektiver Passivität. Eine Passivität, die den Kindern Gazas ihr Recht auf ein Minimum an lebenswertem Umfeld verwehrt, damit Chancen bestehen und eben nicht der Kreislauf der Gewalt und Gegengewalt bedient wird.

Das Projekt, das all dies hätte verhindern können, liegt offen einsehbar vor, wurde neben anderen auch denen geschickt, die sich verantwortungsträger nennen und für sich die absolute moralische Hoheit einfordern - ohne Reaktion...

Es ist ein Entwurf, der nicht nur technische Lösungen bietet, sondern eine Haltung:  
Würde ist kein Luxus.  
Würde ist ein Menschenrecht.

Und vielleicht ist das die bitterste Erkenntnis dieses Winters:  
Nicht, dass es keine Lösungen gäbe –  
sondern dass wir sie nicht nutzen.