Montag, 30. März 2026

Neue Corona‑Variante „Cicada“ breitet sich aus: Experten beobachten ungewöhnliche Symptome

Heidelberg – 30. März 2026

Die Corona‑Variante BA.3.2, im Volksmund „Cicada“ genannt, breitet sich in mehreren europäischen Ländern weiter aus. Gesundheitsbehörden melden einen stetigen, aber nicht explosiven Anstieg der Fälle. Auffällig ist vor allem ein Symptom, das viele Betroffene als „Glasscherben im Hals“ beschreiben.

Ein Virus, das lange unauffällig blieb


Die Variante wurde bereits 2024 erstmals nachgewiesen, blieb jedoch über Monate hinweg nahezu unsichtbar. Fachleute vergleichen ihr Verhalten mit dem gleichnamigen Insekt: lange verborgen, dann plötzlich präsent.  
Erst seit Anfang 2026 steigt der Anteil der Cicada‑Infektionen in mehreren Regionen deutlich an.

Warum die Halsschmerzen so heftig sind

Laut Virologen bevorzugt Cicada den oberen Atemtrakt. Das Virus vermehrt sich besonders stark in den Schleimhäuten von Rachen und Kehlkopf.  
Die Folge ist eine lokale Entzündungsreaktion, die viele Betroffene als ungewöhnlich intensiv beschreiben.  
„Es fühlt sich an wie kleine Schnitte oder ein brennender Schmerz“, berichtet eine Patientin aus Baden‑Württemberg.

Schwere Krankheitsverläufe sind bislang nicht häufiger als bei anderen Omikron‑Varianten.

Geruchssinn erneut betroffen

Ein Teil der Infizierten meldet zudem Veränderungen des Geruchssinns.  
Während frühere Varianten wie Delta den Riechkolben im Gehirn stark beeinträchtigten, scheint Cicada dies seltener zu tun – aber nicht auszuschließen.  
Mediziner weisen darauf hin, dass anatomische Unterschiede und Vorerkrankungen eine Rolle spielen.

Maskenempfehlung in öffentlichen Verkehrsmitteln

Mehrere Landesgesundheitsämter raten inzwischen wieder zu freiwilligem Maskentragen in Bus und Bahn, insbesondere bei hoher Auslastung.  
Eine Pflicht ist derzeit nicht geplant.  
„Wir beobachten die Lage, aber es gibt keinen Anlass zur Panik“, heißt es aus dem Ministerium.

Was Cicada von anderen Varianten unterscheidet

- überdurchschnittlich viele Mutationen im Spike‑Protein  
- starke lokale Symptome im Hals  
- langsame, aber stetige Ausbreitung  
- mögliche leichte Beeinträchtigung des Geruchssinns  
- bisher keine Hinweise auf schwerere Verläufe  

Ein Virus, das bleibt – aber nicht dominiert

Fachleute gehen davon aus, dass Cicada regional zeitweise dominant werden könnte, jedoch nicht die globale Lage grundlegend verändert.  
„Es ist eine Variante, die man ernst nehmen sollte, aber sie ist kein Gamechanger“, sagt ein Epidemiologe der Universität Heidelberg.

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