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Montag, 30. Juli 2012

Kurpfälzer Social Media Treffen

Am Sonntag den 29. Juli fand ein Treffen von Bloggern und Twitterern aus der Region Heidelberg in der Weststadt statt, das von Valentin (einem 'Pirat') organisiert wurde. Anwesend waren ca. 11 Leute aus unterschiedlichsten Schichten, die sehr konstruktive Gespräche zum Thema uneingeschränkten Zugang zu Informationen & Lebenserhaltung (konkret: Uni-Bibliotheken, aber auch generell: Grundeinkommen, das zur Zeit wohl obligatorische Urheberrecht).
Eher beiläufig wurden auch lokale Probleme der Stadt angesprochen und über Projekte geredet, die Erfolgschancen haben.
Interessant zu erfahren war, dass eine gute 'Bandbreite' an Hintergrundwissen und Engagement anzutreffen war, das sich unter anderem durch aktive (z.B. politische) Mitgestaltung zeigt, so war ein Bundestagskandidat und OB Kandidat anwesend, die wichtige Akzente setzen konnten.
Wer nächstes mal dabei sein will, einfach da mal vorbeischauen oder selber ein Treffen organisieren.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Am 25. Februar gehen die Leute wieder gegen ACTA auf die Straße.


Am kommenden Samstag finden in Heidelberg einige Flashmobs statt, gegen Hunger, gegen Ausgrenzung Armer bei Bildungsangelegenheiten und gegen die weitere beschneidung der Meinungsfreiheit.

So beginnt eine länger andauernde Kundgebung am besagten 25.02.2012 um 16 Uhr auf dem Friedrich Ebert Platz in Heidelberg, wobei neben dem Flashmob dann auch eine Rede gehalten wird. Um 17 Uhr ist dann der nächste auf dem Uni-Platz, und um 18 Uhr auf dem Rathausplatz. 

Zu allen Orten kann man dann Infos in Verbindung mit ACTA hören (& via Flyer auch lesen), die von absolut kompetener Seite kommt, alles aufedeckt, und eben nicht dieses gesetz auf das Internet runterreduziert.

Mit ACTA wird die Armut verschärft und die Ausgrenzung voran getrieben - nicht umsonst wurde als Kundgebungsstart der Platz vor dem Jugendamt gewählt. Man nimmt der Jugend immer mehr, drängt sie in die Illegalität, und dagegen sprachen sich über 400 Teilnehmer bei der letzten Demo aus, die von Occupy Heidelberg (in Person der ehemalige OB Kandidat Alexander Kloos) in kürzester Zeit organisiert wurde, und unter ihrem Dach die LINKE & die Piraten hat.

Deutschland weit ist der 25.02.2012 übrigens ein Protesttag, der nächste größere wird der 31.03.2012 sein (gegen Armut & Ausgrenzung).

Sonntag, 12. Februar 2012

Anti ACTA Demo in Heidelberg am 11.2.2012: Doppelt so viele Teilnehmer wie beim Bildungsstreik!

Anti ACTA Demo in Heidelberg am 11.2.2012:
Doppelt so viele Teilnehmer wie beim Bildungsstreik!
Man hatte nur ca. 2 Wochen Zeit zur Mobilisierung und wollte trotzdem dezentral auch in Heidelberg eine Kundgebung abhalten und sich nicht einfach Mannheim anschließen, die seit längerem diesbezüglich schon organisierten.
Also beschloss man unter dem Dach von Occupy Heidelberg, dass auch in Heidelberg am 11.02.2012 eine Kundgebung stattfinden soll, inklusive Infotisch & Demo, was angemeldet und organisiert werden musste.
Der ehemalige OB Kandidaten Alexander Kloos meldete sich freiwillig, hier die Koordination zu übernehmen, klärte die rechtlichen Dinge und führte dann auch die Demo an, die vom Uni-Platz zum Rathaus ging, und an der mehr wie doppelt so viele sich beteiligten, wie ein jahr zuvor beim Bildungsstreik der Studenten, was übrigens bei gefühlten 20 Grad mehr statt fand.
Der Protest startete im Internet, hauptsächlich durch die Piraten, die bei diesem Thema die Spezialisten sind und deswegen auch die erste Rede nach Absprache mit dem Veraanstalter (Occupy Heidelberg in der Person von A.K.) halten durfte.
Es wurde eine menschliche Krake gebildet, die ACTA symbolisieren sollte, danach startete die Demo, mit weit mehr Teilnehmern, wie die Polizei (300) angab.
Die Zahl wurde nach Meinung mancher seitens der Polizei deswegen nach unten 'korrigiert', weil sonst mehr Beamte hinzugezogen hätten werden sollen, doch während der ganzen Kundgebung waren nicht mehr wie 2 (!) im Einsatz, die auch den umständen entsprechend (letztlich) nichts zu tun hatten, sich sogar teilweise mit den Infomaterial (der Piraten) eindeckten um bescheid zu wissen.
0 Tote, 0 Verletzte, und 0 Ausschreitungen oder Ärgernisse - eine schöne Bilanz, die sich sehen lassen kann.
Dass alles friedlich und zivilisiert abging, war auch den Ordner zu verdanken, die für Sicherheit sorgten, der Platz, sogar alles, was in Verbindung mit der Kundgebung stand, war danach sogar letztlich sauberer (kein Müll auf dem Boden) wie sonst, wenn Samstags in Heidelberg etwas ab geht.
So wurden beim Infostand am Bismarkplatz über 5000 Flyer zum Thema ACTA verteilt, auch die GRÜNEN baten höflichst darum, auch ihre Flyer (gegen AKWs) auf dem Info-Tischen von uns auslegen zu dürfen - was ihnen gewährt wurde.
Alles klappte bestens, ein Zeichen von hoher Proffessionalität, was sich auch daran zeigte, dass das Bündnis (hauptsächlich) von Piraten & LINKE, unter dem Dach von Occupy dermaßen gut funktionierte, dass die vielen Hundert Teilnehmer der Kundgebung zu jeder Zeit - trotz eisiger Temperaturen - gut gelaunt und gut bei der Sache waren.
Dass andere Parteien ihren Mitgliedern oder Räten teilweise mehr oder weniger einen Maulkorb verpassten irritierte. Trotzdem konnte das nicht einmal manchen von der jungen Union davon abhalten, tolle Photos zu machen und sich solidarisch zu den gerechtfertigten Protesten zu zeigen.
Dass in den vielen Stunden keinerlei Agression oder Unmut zu spühren war, obwohl das Umfeld mehr wie feindlich sich gegen die teilnehmer zeigten (immerhin ging es gegen unbarmherzigen Kommerz, und das in der Kommerzmeile Heidelbergs), ist vor allem den überaus zivilisierten und kompetenten Orga-Team von Occupy zu verdanken, das trotz begrenzter Zeitfenster alles bestens auf die Reihe brachte, es gab schlicht keinen Grund zum Ärger.
Nach der Demo ist vor der Demo,
weswegen HBGS & Occupy Heidelberg dazu aufruft, sich auch weiteren Protesten gegen die soziale Kälte und Staatswillkür zu stellen.

Hier nun ein paar Photos:
ANTI ACTA Demo in Heidelberg
unter dem Dach von Occupy Heidelberg
Uni-Platz:
Occupys anti ACTA  Demo in Heidelberg IV
Occupys anti ACTA  Demo in Heidelberg V
Occupys anti ACTA  Demo in Heidelberg II
Auf dem Weg zum Rathaus:
Occupys anti ACTA  Demo in Heidelberg I
Occupys anti ACTA  Demo in Heidelberg III

Freitag, 13. Januar 2012

Wie man versucht, den Widerstand gegen S21 systematisch auszuhebeln.

Der gesamte Bericht:

"Beginnen wir ab dem Schlichterspruch:

Man verlangte ein Stuttgart 21 plus, und die Bahn ließ verlauten, dass man das hinbekommen wolle, und die Mehrkosten nicht weiter steigen werden, wobei die Inflationsrate bzw. die normale Teuerungsrate hierbei nicht berührt war.

Dann gab es den Volksentscheid, und die Gegner vom Ausstieg warben damit, dass die Kosten unter 4,5 Milliarden bleiben würden, die Aspekte was Familienfreundlichkeit und Naturschutz angeht alle berücksichtigt seien und man als seriöser Mensch für Stuttgart 21 stimmen müsse, da alles andere eine Geldverschwendung und umweltfeindlich wäre.

Inzwischen haben die Projektbefürworter ein Stück nach dem anderen zurück genommen, da folgende Aspekte schlicht teilweise nicht möglich sind:

Naturschutz, insbesondere Schutz der Bäume:
Es ist schlicht nicht möglich solch große Bäume zu verpflanzen, und wenn doch sei angemerkt, dass inzwischen es Berichte gibt, dass man gar kein interesse habe, wirklich alle Bäume zu verpflanzen, weil bei denen, wo es geht, jene ja keinen echten Wert haben (Neupflanzung billiger), und bei den Großen es zu schwierig sei.
Denkmalschutz:
Die Befürworter von S21 bezeichnen den alten Bahnhof teilweise als NAZI-Bau, obwohl Behörden wie das Jugendamt in nahezu jeder Hinsicht viel mehr mit der Ideologie des dritten Reiches zu tun hat.
Fakt ist, dass dieser Bahnhof deutlich länger wie das dritte Reich durchgehalten hat, bei einer pünktlichkeitsquot und Zuverlässigkeit, die im positiven Sinne weder vom NAZI-Reich noch mancher Behörde andeutungsweise erreicht wird - erst recht nicht im positiven Sinne.
Zwar sind die Gleise für viele nicht gerade schön, aber die Frischluftzufuhr und das schöne Gefühl, nicht nur schwarz sehen zu müssen, sprechen für dieses Bauwerk ingsesammt und hat recht wenig mit der genannten Ideologie oder gar Politik zu tun, im Gegenteil:
Die NAZIs wollten alles vergraben und bauten wie irre Bunker!
Familienfreundlichkeit:
Kinderwägen bei einem abfallenden Bahnsteig sind gefährdet, weil sie von alleine ins Rollen kommen könnten. Die Rillen im Boden machen aber den Komfort geringer und zu Bremsgeräusche, wenn man beim Anhalten eines Zuges auch noch gegen das gefälle bremsen muss ist auch nicht sonderlich angenehm.
Wirtschaftlichkeit:
Obwohl noch lange nicht alles planfestgestellt ist, insofern man auch noch nicht weiß (trotz Jahre langer Planungszeit), was für reale Kosten da auf einen zukommen können, tritt die Bahn bezüglich neuer Erkenntnisse was Kostensteigerungen angeht nicht gerade mit Gegengutachten oder entkräfteten Fakten auf, sondern schweigt weitgehend.
Obwohl einigen klar ist, dass es gehörige Kostensteigerungen geben wird, und auch der Unterhalt des Bahnhofges und der Strecken Mehrkosten verursachen, geht die Auftragsvergabe weiter, und somit auch die Strafzahlungen, falls das Projekt doch verworfen wird.
Bürgerbeitiligung:
Obwohl nur wenigen bewusst war, dass es beim Volksentscheid gar nicht darum ging, ob S21 gebaut werden soll oder nicht, sondern lediglich das Land sich aus der Finanzierung verabschieden darf, sehen die meißten (und das ist allgemein so gewollt) den Volksentscheid als Zeichen für eine Niederlage für die Projektgegner.
Tatsache ist aber,d ass die Strafzahlungen beim Verabschieden des Landes BW höher (wie 930 Millionen Euro) hätte sein können (nämlich bis zu 1,5 Milliarden), und dann hätten die übrigen Prohjektpartner neues Geld gehabt, mindestens aber die Firmen, die ihre Aufträge schon unterschrieben hatten!
Ob Widerstand weiter legitim ist:
Weiter zu demonstrieren ist legitim, weil damit die betroffenen ihr Recht auf Meinungsäußerung kund tun. Man könnte dies zwar ins Fußballstadion verlegen (so die Idee eines OB Kandidaten), aber bedenkt man, was für Baustellenverkehr die Straßen Stuttgarts demnächst verstopfen werden, sind diese wenigen Demos zu Zeiten, in denen eher kein Berufsverkehr mehr angesagt ist, noch erträglich.
Spötter mögen sich an den "schwarzen Ritter" bei "die Ritter der Kokosnuss" erinnert fühlen, dem man ein Teil nach dem anderen wegschlägt, und jener bis zum Schluss auch sein Recht der Meinungsäußerung kund tut. Auch dass vor allem die Parkschützer den park nicht räumen wollen, und mit teils gehörig Gewallt es dann doch immer wieder zu Auflösungen der menschlichen Schutzvalle für die Bäume & Tiere kommt, ist bekannt.

Dass aber der Widerstand seit Monaten nicht nur in seiner Pressearbeit 'verfolgt' & oft auch ausgegrenzt wird, sondern man diversen Führungspersonen mancherlei unterjubelt, was oft erfunden ist, und nichts reales gemein hat, ist eine besondere Qualität des Ausspionierens und Sabotierens.

Es gibt Fälle, wo man bekennende Parkschützern aufgrund der ihnen angetanenen Kriminalisierung genau aus diesen Aspekten prinzipielle Gewaltbereitschaft unterstellt, ihnen Zugang zu Behörden verweigert, und sie schikaniert und diffamiert.

Man hat also einen Sündenbock gefunden, der sowohl alles zahlen soll, als auch für alle negativen Emotionen gerade stehen soll - eine Verhaltensweise, die vormittelalterlich ist.

Nachdem nun Banker und der Bundespräsident ein Stahlgewitter über sich ergehen lassen mussten, sind nun anscheinend die Natuschützer und seriösen Fachleute dran, um denen den Weg frei zu machen, die eher ihr Vitamin B (Beziehungen) nutzen, um voran zu kommen, als wie der echte Nutzen für die Bevölkerung oder gar Sachverstand.

Man glaubt es nicht, wie weit diese Leute vernetzt sind, es geht oft bis in die Familie hinein, bis in die intimsten und vom Grundgesetz geschützten Sphähren, wobei das grundgesetz so wie so keine Rolle mehr spielt, weil der neue Bahnhof auch wirtschaftlich in dem Sinne sein muss, dass zu hohe Kosten schlicht nicht erlaubt sind, da könnte dann ja jeder, der Lobby hat, seiner Stadt ein milliardenbauwerk hinstellen, während andere Städte, die womöglich viel eher Veränderung brauchen, aufgrund Geldnot dann gar nichts haben.

Und obwohl bekannt sit, dass andere Projekte des Bundes aufgrund von S21 auf Eis gelegt werden müssen tut sich gar nicht, der Widerstand ist gelähmt und gevierteilt, wobei sich die gewinner der Misere über ihre beute her machen - oder sie vergammeln lassen, was in diesem Fall bedeutet:

Wie gehen die Projektbefürworter denn mit den enttäuschten Gegnern um,. die sich belogen und betrogen fühlen? Kein zeichen von Größe ist zu erkennen, statt dessen Häme, schadenfreude und provokation - man will den Widerstand als demokratiefeindliche Gruppierung abstempeln, provoziert und sabotiert dafür gehörig.

Schließlich sei angemerkt, dass das bewusste belügen und Irreführen des Wählers und Bürgens eigentlich eine Straftat ist. Aufgrund der Lissabonner Verträge kann aber das Demonstrieren schon als Straftat angesehen werden. sogar am 30.09.2010 wurde einem Polizist recht gegeben, der sich aufgrund des Rumstehens eines Demonstranten bedroht fühlte und zu schlug - ohne rechtliche Konsequenzen!

Die Heidelberger Zeitung warnt alle seine Leser sich im Klaren darüber zu sein, dass diese Maschinerie letztlich nicht neu ist, inzwischen aber andere 'übliche Verdächtige' geschaffen wurden, und jene letztlich deutliche Nachteile für ihre Zukunft in Kauf nehmen müssen, weil sie für Natuschutz, Denkmalschutz, Wirtschaftlichkeit und echter Demokratie sind.

Denn all diese Punkte sind Pfeiler der Zivilisation und Lebensqualität. Schafft man sie ab hat man eine Hölle erster Güteklasse, vorzugsweise unteriridisch, dafür kämpfen ja die S21 Befürworter in Stuttgart, allerdings meißt ganz ohne Güte & Klasse.

Ob das jenen wirklich gelingt wird sich zeigen. Ein jeder kann selbst entscheiden, ob er zuschaut, wie die aktiven und verantwortlich sich fühlenden verfeuert werden, und die Ignoranten und Opportunisten nach und nach zerstört werden, oder er kann relativ einfach dafür sorgen, dass dieses projekt, das hauptsächlich bis Dato dafür sorgte, dass ungescholtene Bürger kriminalisiert und diffamiert werden, obwohl die meißten in beiden lagern letztlich das beste für ihre Stadt wollen, dass genaud as gegenteil von dem angesagt ist, was man für die bewohner wollte: Mehr Komfort und Qualität, statt dessen geht es nicht voran und man quält sich.

"Wenn Schluss mit dem Murks sein soll, dann wählen Sie SUMO21", das empfiehlt zumindest ein Heidelberger OB Kandidat für Stuttgart, und damit schließen wir dies."